Nati alleine in Amerika: Wenig Unterstützung von Fans
Die Schweizer Nationalmannschaft sieht sich bei der WM in Amerika mit einer unerwartet geringen Zahl an ausgereisten Fans konfrontiert. Die Gründe sind vielfältig.
Die Schweizer Nationalmannschaft, der sogenannte Nati, sieht sich bei der aktuellen Fußball-Weltmeisterschaft in Amerika mit der enttäuschenden Realität konfrontiert, dass sich nur wenige treue Anhänger auf die Reise gemacht haben, um ihre Mannschaft zu unterstützen. Nur eine Handvoll Fans hat die lange Reise über den Atlantik auf sich genommen, was die Frage aufwirft, ob die Schweizer Fans ihre Nationalmannschaft tatsächlich so sehr schätzen, wie es in den letzten Jahren den Anschein hatte. Die Gründe für die magere Ausbeute an mitgereisten Anhängern sind vielfältig und reichen von finanziellen Aspekten bis hin zu einer möglicherweise sinkenden Begeisterung für das Turnier selbst.
Die hohen Reisekosten, gepaart mit einer inflationären Preisgestaltung für Unterkünfte und Tickets, lassen viele potenzielle Zuschauer zögern. Wer will schon das eigene Vermögen für ein paar Stunden Fußball aufbringen? Zudem könnte man meinen, dass die große geografische Distanz zwischen der Schweiz und dem Veranstaltungsort Amerika eine Rolle spielt, doch selbst Vertreter der älteren Generation scheinen nicht so reiselustig zu sein, wie es vor einigen Turnieren der Fall war. Vielleicht hat auch die Fülle an Fußballübertragungen in den letzten Jahren, die den Fans ermöglichen, live von zu Hause aus in den Genuss der Spiele zu kommen, zur Abnahme der Reisebereitschaft beigetragen. Schließlich hat die Pandemie bei vielen das Reiseverhalten verändert. Ob die Nati am Ende dennoch als Sieger vom Platz geht, bleibt abzuwarten. Doch die leeren Stadien sprechen eine deutliche Sprache: In der Heimat ist die Unterstützung weitaus leidenschaftlicher als die physische Anwesenheit an Ort und Stelle.